Die Krankengymnastik


Bei dem Begriff „Krankengymnastik“ handelt es sich um eine eher unglückliche  Bezeichnung. Normalerweise müsste es „physiotherapeutische Maßnamen“ heißen, da es sich um eine ganze Reihe von Anwendungen handelt, die folgende Ziele haben:


  1. Schmerzlinderung:
    Unter Schmerzlindernden Maßnahmen verstehen wir die Dehnung verkürzter Muskulatur, deren Lockerung durch Massagegrifftechniken, sowie entlastende Zugtechniken in Form von Traktionen (Zugbehandlung) auf schmerzhafte Gelenke. Diese Traktionsbehandlungen werden im PhysioLymph Centrum nicht mit Geräten, sondern nur manuell durchgeführt.
  2. Mobilisation:
    Hierbei werden, in ihrer Bewegung eingeschränkte, Gelenke (z.B. nach Bänderrissen oder Gelenksoperationen) wieder mobilisiert, d.h. beweglich gemacht. Meistens verhindert eine verklebte Gelenkkapsel die volle Bewegung eines Gelenks. Diese Verklebungen (sog. Crosslings“) werden durch Zug- und Verschiebetechniken gelöst, bis das Gelenk sein volles Bewegungsausmaß wiedererlangt. Weiterhin werden Haltungsschäden, betreffend der Gesamthaltung, analysiert und individuell behandelt.
  3. Stabilisation:
    Durch spezielle Muskelaufbauprogramme soll die erlangte Schmerzfreiheit und das erweiterte Bewegungsausmaß gesichert und optimiert werden. Jeder Patient bekommt ein kleines Programm mit nach hause, mit dem er das im PhysioLymph Centrum  ereichte Behandlungsziel erhalten, bzw. optimieren kann. 

Die Krankengymnastik auf neurophysiologischer Grundlage (PNF)


Mit dieser Technik sollen verlorengegangene, normalerweise automatische Bewegungen, wieder einstudiert (angebahnt) werden.  Es geht um die Förderung der Geschicklichkeit und Koordination.

Wenn man eine Treppe hinaufgeht, denkt man  nicht darüber nach, wie man es macht. Wird diese Funktion länger nicht durchgeführt, sei es z.B. durch einen Bruch des Sprunggelenks oder durch einen Verband in diesem Bereich, geht die Automatisierung verloren und man kann die Bewegung nur noch unter vollster Konzentration durchführen.
Die „ganz normale“ Bewegung soll hierbei, natürlich unter Berücksichtigung des Schädigungsgrades, wiedererlangt werden.